Daniel Berthold behandelt Erkrankungen und Verletzungen an Schulter, Ellenbogen, Knie und Sprunggelenk sowie sportorthopädische Fragestellungen.
Persönliche Schwerpunkte ansehenSTABILISIERUNG DER WIRBELSÄULE (SPONDYLODESE)
Chronische Rückenschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. Dabei spielt die Abnutzung oder auch Degeneration vor allem der Bandscheiben und Wirbelgelenke eine große Rolle. Insbesondere vorangegangene Bandscheibenoperationen mit Verlust an Bandscheibengewebe mit hieraus resultierendem Verlust an Stoßdämpferfunktion können anhaltende Rückenschmerzen verursachen. Weitere Ursachen können Instabilitäten, Wirbelkörperbrüche, Entzündungen, Fehlstellungen oder Tumore sein. Stabilisierungsoperationen stellen hier eine Alternative zum Bandschiebenvollersatz dar.
Ist eine Versteifungsoperation (Spondylodese) unumgänglich, gilt es, den betroffenen Wirbelsäulenabschnitt stabil und sicher zu fixieren. In vielen Fällen können die Implantate heutzutage minimalinvasiv durch kleine wenige Millimeter lange Hautschnitte und somit ohne großes Operationstrauma eingebracht werden.
Offene rigide Stabilisierung: Behandlung bei Deformitäten und Instabilität
Fehlstellungen und Instabilitäten der Wirbelsäule lassen sich oft nicht minimalinvasiv behandeln. In diesen Fällen müssen wir im offenen Verfahren operieren. Natürlich achten wir auch hier auf ein möglichst schonendes und sicheres Vorgehen. Im Zuge des Eingriffs wird der hintere (dorsale) Abschnitt der Wirbelsäule durch eine stabile Schrauben-und Stabkonstruktion sicher fixiert. Zur verbesserten Abstützung werden insbesondere im Bereich der Lendenwirbelsäule abgenutzte Bandscheiben ergänzend durch stabile Platzhalter (Cages) von vorne (ventral) ersetzt. Ziel der Behandlung ist es, den Wirbelsäulenabschnitt zu rekonstruieren und Nervenstrukturen zu entlasten.
Dynamische Stabilisierung der Wirbelsäule
Die bekannteste Form der dynamischen Stabilisierung ist die offene schraubenbasierte Methode mit Einbringen von Wirbelkörperschrauben und biegsamen Stäben oder Puffern. Das wichtigste Ziel der Stabilisierung ist es, die Belastungen auf die Bandscheibe und Wirbelgelenke im versorgten Wirbelsäulenabschnitt zu reduzieren. Hierdurch gelingt es, die Beschwerden zu verringern. Dank des medizinischen Fortschrittes ist es mittlerweile auch möglich, die Implantate minimalinvasiv einzubringen. Das bedeutet, dass nur noch kleine wenige Millimeter lange Hautschnitte erforderlich sind. Somit kann eine offene Operation vermieden werden.
Minimalinvasive rigide Stabilisierung: Spondylodese
Die konkrete Behandlungsmethode richtet sich nach dem zu behandelnden Bereich der Wirbelsäule. Im Bereich der Halswirbelsäule reicht etwa eine Fixierung von vorne, wohingegen die Brust- und Lendenwirbelsäule oftmals eine von hinten eingebrachte Stabkonstruktion benötigen. Während des Eingriffs ersetzen wir die kaputte Bandscheibe durch einen Platzhalter (Cage). Dieser wird mit körpereigenem oder künstlichem Knochenmaterial aufgefüllt. Hieraus entsteht schließlich ein Knochenblock zwischen zwei Wirbelkörpern. Dank der modernen Medizin können die Implantate über sehr kleine Hautschnitte eingebracht werden. Im Gegensatz zur Versorgung mit einem Bandscheiben-Implantat ist bei diesem Verfahren der betroffene Bereich der Wirbelsäule nicht mehr beweglich.
Nachsorge nach der Stabilisierung der Wirbelsäule
Die Nachsorge ist abhängig von der Art der Stabilisierung. Zu Beginn steht immer die körperlich Schonung. Diese liegt zwischen vier und zwölf Wochen. Ja nachdem welcher Bereich der Wirbelsäule operiert wurde, ist eine spezielle Halskrawatte oder ein Rumpfkorsett zu tragen. Diese Maßnahmen entlasten das behandelte Areal und geben der Wirbelsäule Halt. Neben physikalischen Maßnahmen kommen auch Krankengymnastik oder ambulante bzw. stationäre Rehabilitationsmaßnahmen zum Einsatz.
- Erfahrung in der Diagnostik und nicht-operativen Behandlung von Bandscheibenproblemen, Facettengelenkarthrose und ISG-Beschwerden
- Durchführung gezielter Infiltrationen wie Facetten-, ISG- und periradikulären Injektionen zur Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung





