Verletzungen der langen Bizepssehne

Verletzungen der langen Bizepssehne: Zweitmeinung zu Ruptur, Tenodese und PRP

Verletzungen der langen Bizepssehne: verständliche Informationen, fachliche Einordnung und passende nächste Schritte.

Persönliche ExpertenseiteAusführlicher Fachartikel
Anatomisches Schultermodell in der orthopädischen Praxis

Kurz eingeordnet

Das Wichtigste für Ihre Orientierung.

  • Beschwerden, Funktion und persönliches Ziel zusammen betrachten
  • Befunde nicht isoliert, sondern im Verlauf einordnen
  • Möglichkeiten und Grenzen verständlich vergleichen
  • Den nächsten Schritt konkret und überprüfbar festlegen

Entscheidungshilfe

Welche Behandlung passt zu Ihrer Situation?

Ist die bisherige Empfehlung schlüssig, oder sollte Diagnostik, konservative Behandlung beziehungsweise Operationsstrategie präzisiert werden?

Meine persönliche Einordnung

Ich nutze die Zweitmeinung zu Verletzungen der langen Bizepssehne: Zweitmeinung zu Ruptur, Tenodese und PRP nicht, um automatisch zu widersprechen. Ich prüfe, ob Befunde, Funktion, bisheriger Verlauf und persönliches Ziel eine verständliche gemeinsame Entscheidung ergeben.

01

Fragestellung

Die konkrete offene Entscheidung wird vor der Befundprüfung konkret benannt.

02

Befund und Funktion

Bildgebung, Untersuchung, Beschwerden und tatsächliche Einschränkung werden zusammen beurteilt.

03

Bisheriger Verlauf

Behandlungen, Reaktion und Belastungsentwicklung zeigen, welche Wege bereits sinnvoll erprobt wurden.

04

Persönliches Ziel

Alltag, Beruf, Sport und verfügbare Rehabilitation bestimmen, welche Option praktisch passt.

Behandlungswege

Rehabilitation, ergänzende Behandlung oder Operation?

Weg 1

Bisherige Empfehlung bestätigen

Passt eher, wenn: Diagnose, Ziel und vorgeschlagener Weg passen verständlich zusammen.

Dann klären: Ablauf, Erfolgskriterien und Rehabilitation konkretisieren.

Weg 2

Konservativen Weg präzisieren

Passt eher, wenn: Eine aktive oder indikationsbezogene biologische Behandlung bietet noch sinnvolles Potenzial.

Dann klären: Maßnahmen mit einem konkreten Ziel, Zeitraum und Verlaufskriterien festlegen.

Weg 3

Diagnostik oder Operationsstrategie anpassen

Passt eher, wenn: Befund und Beschwerden passen noch nicht ausreichend zusammen oder mehrere Verfahren sind vertretbar.

Dann klären: Offene Informationen ergänzen und Alternativen direkt vergleichen.

Unterlagen

Zum Termin mitbringen.

  • Originalbildgebung und Befundberichte
  • Relevante Arzt- und Operationsberichte
  • Kurze Chronologie von Beschwerden und Behandlungen
  • Aktuelle Einschränkung und persönliche Zielsetzung

Arztgespräch

Diese Punkte sollten beantwortet sein.

  1. Welche Diagnose erklärt meine Beschwerden mit größter Wahrscheinlichkeit?
  2. Welche realistischen Behandlungswege passen zu meinem Befund und Ziel?
  3. Woran erkennen wir, ob der gewählte Weg erfolgreich ist?

Verletzung der langen Bizepssehne – welche Behandlung ist sinnvoll?

Verletzungen der langen Bizepssehne können Schmerzen an der Vorderseite der Schulter, Kraftverlust, Schnappen oder eine sichtbare Veränderung des Oberarms verursachen. Das Spektrum reicht von einer Überlastungsreaktion und Teilverletzung über eine Instabilität der Sehne bis zum vollständigen proximalen Riss.

Die lange Bizepssehne ist jedoch häufig gemeinsam mit einer Rotatorenmanschettenverletzung, einer Läsion des oberen Labrums oder einer Schädigung der Bizeps-Pulley betroffen. Deshalb beweist ein auffälliger MRT-Befund allein noch nicht, dass die Bizepssehne die Hauptursache der Beschwerden ist [1], [2].

Eine orthopädische Zweitmeinung sollte daher mehrere Fragen zusammenführen:

  • Passt die Sehnenverletzung zu den Beschwerden und zum Unfallhergang?
  • Ist die Sehne entzündet, eingerissen, instabil oder vollständig gerissen?
  • Liegt zusätzlich ein Rotatorenmanschettenriss oder eine SLAP-Läsion vor?
  • Reicht eine strukturierte Rehabilitation aus?
  • Ist eine Tenotomie, eine Tenodese oder bei ausgewählten Labrumverletzungen eine SLAP-Reparatur sinnvoll?
  • Welche Bedeutung haben PRP, ACP oder andere biologische Verfahren für genau diesen Befund?

Welche Bizepssehne ist gemeint?

Der Bizepsmuskel besitzt zwei Ursprungssehnen. Die kurze Bizepssehne entspringt am Rabenschnabelfortsatz. Die lange Bizepssehne beginnt am oberen Rand der Gelenkpfanne und am angrenzenden oberen Labrum. Sie verläuft durch das Schultergelenk und anschließend in der knöchernen Bizepsrinne des Oberarms [1].

Die lange Bizepssehne steht über die sogenannte Bizeps-Pulley mit der Rotatorenmanschette und der Gelenkkapsel in Verbindung. Diese Strukturen halten die Sehne in ihrer Rinne. Verletzungen der Subscapularissehne oder der Pulley können deshalb zu einer Subluxation oder Luxation der Bizepssehne führen.

Eine proximale Verletzung der langen Bizepssehne an der Schulter darf nicht mit einem distalen Bizepsriss am Ellenbogen verwechselt werden. Beim distalen Riss stehen häufig deutliche Einbußen der Unterarmsupination und der Ellenbogenbeugung im Vordergrund; die Behandlung folgt anderen Regeln [3], [4].

Welche Verletzungen der langen Bizepssehne gibt es?

Die Erkrankungen der langen Bizepssehne lassen sich vereinfacht in entzündlich-degenerative, instabilitätsbedingte und traumatische Formen einteilen [1].

Welche Verletzungen der langen Bizepssehne gibt es?
Verletzung oder ErkrankungTypischer BefundHäufige Zusammenhänge
Tendinopathie oder TenosynovitisVerdickte, gereizte oder degenerativ veränderte SehneÜberkopfbelastung, Rotatorenmanschette, Impingement
TeilrissAuffaserung oder Teildefekt der SehneRotatorenmanschettenriss, Alter, Überlastung
Subluxation oder LuxationSehne gleitet teilweise oder vollständig aus der BizepsrinneSubscapularis- oder Pulley-Verletzung
Kompletter proximaler RissSehne reißt am Ursprung oder im Verlauf und zieht nach untenDegeneration, Trauma, Rotatorenmanschettenpathologie
SLAP-LäsionVerletzung des oberen Labrums am BizepsankerZugtrauma, Wurfsport, Sturz, wiederholte Überkopfbewegung

Nicht jede dieser Veränderungen verursacht Beschwerden. Besonders degenerative Sehnen- und Labrumbefunde können auch bei Personen ohne relevante Schmerzen vorkommen. Für die Therapieentscheidung ist deshalb die Verbindung aus Anamnese, Untersuchung, Bildgebung und Funktionsverlust wichtiger als ein einzelnes Bildsignal.

Beschwerden und typische Symptome

Bei einer Erkrankung der langen Bizepssehne treten häufig Schmerzen an der Vorderseite der Schulter auf. Die Beschwerden können in den vorderen Oberarm ausstrahlen und bei Überkopfbewegungen, Heben, Zugbelastungen oder wiederholtem Beugen des Ellenbogens zunehmen [1], [2].

Typische Beschwerden sind:

  • Schmerzen in der vorderen Schulter oder im oberen Oberarm,
  • Schmerzen bei Überkopf- und Wurfbewegungen,
  • Beschwerden beim Heben, Ziehen oder Tragen,
  • Schmerzen bei der Beugung des Ellenbogens oder bei der Unterarmsupination,
  • Schnappen, Klicken oder ein Gefühl des Verrutschens,
  • nächtliche Schmerzen bei zusätzlicher Rotatorenmanschettenpathologie,
  • plötzlicher Schmerz oder ein Reißgefühl bei einem akuten Riss,
  • Hämatom und Schwellung nach einem traumatischen Ereignis,
  • sichtbares „Popeye-Zeichen“ durch das Herunterrutschen des Muskelbauchs,
  • und Krämpfe oder schnelle Ermüdung des Bizeps.

Ein plötzlich sichtbarer Popeye-Befund spricht für einen kompletten proximalen Riss, beweist aber nicht, dass eine Operation erforderlich ist. Manche Betroffene kommen trotz der sichtbaren Veränderung mit einer konservativen Behandlung gut zurecht. Andere leiden vor allem unter Krämpfen, Belastungsschmerzen oder einer hohen körperlichen Anforderung.

Unfall oder Verschleiß?

Ein kompletter Riss der langen Bizepssehne kann durch ein plötzliches Trauma entstehen. Häufig liegt jedoch bereits eine degenerativ vorgeschädigte Sehne vor. Ein relativ geringes Ereignis kann dann den Zeitpunkt markieren, an dem die Sehne endgültig versagt.

Für eine eher traumatische Ursache sprechen insbesondere:

  • ein konkret dokumentierter Unfallmechanismus,
  • ein plötzliches Reißgefühl,
  • sofortiger Schmerz und Funktionsverlust,
  • Hämatom oder Schwellung,
  • neu aufgetretene Deformität,
  • und ein zeitnah objektivierter Kraftverlust.

Bei einer degenerativen Entwicklung bestehen dagegen oft bereits länger Beschwerden, eine Rotatorenmanschettenpathologie oder eine zunehmende Belastungsintoleranz. Eine vorherige Beschwerdefreiheit ist ein wichtiges Indiz, beweist aber nicht, dass die Sehne vollständig gesund war.

Für eine medizinische Zweitmeinung müssen Unfallhergang, Erstbefund, Bildgebung, Vorschäden und Verlauf gemeinsam bewertet werden. Die Bezeichnung „Unfallriss“ oder „Spontanruptur“ sollte nicht allein aus dem zeitlichen Zusammenhang abgeleitet werden.

Untersuchung: Warum Speed-Test und Yergason-Test nicht ausreichen

Bei der klinischen Untersuchung werden häufig der Speed-Test und der Yergason-Test verwendet. Sie können Schmerzen im Bereich der Bizepssehne auslösen, sind jedoch nicht spezifisch genug, um allein eine Bizepssehnenverletzung zu beweisen oder auszuschließen [1], [5].

Zur Untersuchung gehören deshalb zusätzlich:

  • genaue Erfassung des Unfallmechanismus und des zeitlichen Verlaufs,
  • Prüfung von Schulterbeweglichkeit und Kraft,
  • Seitenvergleich der Ellenbogenbeugung und Unterarmsupination,
  • Palpation der Bizepsrinne,
  • Prüfung auf Schnappen oder Instabilität bei Bewegung,
  • Beurteilung der Rotatorenmanschette und des Schulterblatts,
  • Untersuchung des oberen Labrums und der Schulterstabilität,
  • sowie die Suche nach Beschwerden aus Halswirbelsäule oder Nervensystem.

Ein positiver Provokationstest ist vor allem dann bedeutsam, wenn er mit dem typischen Schmerzbild, einem passenden Bildbefund und einer funktionellen Einschränkung übereinstimmt. Ein isoliert positives Testergebnis sollte keine Operation auslösen.

Ultraschall oder MRT?

Ultraschall

Ein qualitätsgesicherter muskuloskelettaler Ultraschall kann die lange Bizepssehne dynamisch untersuchen. Das ist besonders hilfreich, wenn eine Subluxation oder Luxation vermutet wird. Vollständige Risse und Lageveränderungen lassen sich meist zuverlässig erkennen. Bei partiellen Rissen und einer reinen Tendinopathie ist die Empfindlichkeit dagegen begrenzt [6].

Der Ultraschall hat mehrere praktische Vorteile:

  • Untersuchung ohne Strahlenbelastung,
  • Vergleich mit der Gegenseite,
  • Beurteilung während Bewegung,
  • Darstellung der Bizepsrinne,
  • und Möglichkeit einer bildgesteuerten diagnostischen oder therapeutischen Injektion.

Ein negativer Ultraschall schließt einen kleinen Teilriss nicht sicher aus. Bei anhaltenden Beschwerden muss deshalb der gesamte klinische Befund berücksichtigt werden.

MRT

Das MRT beurteilt die lange Bizepssehne zusammen mit Rotatorenmanschette, Labrum, Knorpel, Gelenkkapsel und Knochen. Es ist besonders wichtig, wenn ein Teilriss, eine SLAP-Läsion, eine Pulley-Verletzung oder eine Begleitverletzung vermutet wird.

Auch das MRT hat Grenzen. In einer großen Studie erhöhte die Bewertung von mindestens zwei auffälligen Zeichen – Durchmesseränderung, Konturunregelmäßigkeit oder Signalveränderung – die diagnostische Genauigkeit. Die Sensitivität lag bei 77,9 %, die Spezifität bei 93,7 % [7]. Ein einzelnes Signal kann unter anderem durch technische Effekte fehlinterpretiert werden.

Bei partiellen Rissen kann die Schichtführung entscheidend sein. In einer Studie erreichten radiale MRT-Schnitte eine Sensitivität von 84 % und eine Spezifität von 90 %, während konventionelle Schnitte eine Sensitivität von 52 % und eine Spezifität von 94 % erreichten. Die Untersuchung war jedoch retrospektiv und an einem einzelnen Zentrum durchgeführt [8].

MRT
BefundGeeignete UntersuchungWichtige Grenze
Kompletter proximaler RissKlinische Untersuchung, Ultraschall, MRTBegleitende Rotatorenmanschettenverletzung muss mitbeurteilt werden
Subluxation oder LuxationDynamischer Ultraschall, MRTStatische Bilder können die Instabilität übersehen
Partieller RissHochwertiges MRT, gegebenenfalls spezielle Schichtführung, Ultraschall ergänzendTeilrisse werden in jeder Methode teilweise übersehen
SLAP-LäsionMRT oder MR-Arthrographie plus klinischer KontextLabrumveränderungen können asymptomatisch sein
Unklarer SchmerzursprungKlinische Untersuchung und gezielte diagnostische InjektionDie Injektion kann den Schmerz lokalisieren, ersetzt aber keine Funktionsanalyse

Konservative Behandlung: Nicht jede Verletzung braucht eine Operation

Die konservative Behandlung ist bei Tendinopathie, vielen Teilrissen und ausgewählten proximalen Komplettrupturen die erste Option. Sie besteht nicht aus reinem Abwarten, sondern aus einer gezielten Kombination von Belastungsanpassung, Schmerzbehandlung und Rehabilitation.

Typische Bestandteile sind:

  • vorübergehende Reduktion schmerzhafter Überkopf- und Zugbelastungen,
  • angepasste Schmerz- und Entzündungsbehandlung,
  • Training der Rotatorenmanschette und Schulterblattmuskulatur,
  • Verbesserung der Schulterbeweglichkeit,
  • progressive Belastung der Bizeps- und Unterarmmuskulatur,
  • Korrektur ungünstiger Bewegungsmuster,
  • und eine schrittweise Rückkehr zu Arbeit, Alltag und Sport.

Die Studienlage zu einzelnen physiotherapeutischen Verfahren ist begrenzt. Eine Scoping-Übersicht fand unterschiedliche Ansätze wie allgemeines Training, exzentrische Übungen, manuelle Therapie, Stoßwelle, Laser, Dry Needling und Dehnung, aber keine einheitlich belegte Standardtherapie [9]. Ein internationaler Delphi-Konsens unterstützt vor allem multimodale Maßnahmen aus Aufklärung, Training und manueller Therapie; dies entspricht jedoch einem Expertenkonsens und nicht dem Nachweis einer überlegenen Einzelmethode [10].

Eine qualifizierte Rehabilitation sollte regelmäßig überprüfen, ob Schmerzen, Beweglichkeit, Kraft und Belastbarkeit tatsächlich besser werden. Eine Bizepssehne kann im MRT weiterhin auffällig aussehen, während die Funktion klinisch ausreichend ist. Umgekehrt kann ein kleiner Befund starke Beschwerden verursachen.

Kortisoninjektion: Diagnostik und kurzfristige Schmerzbehandlung

Eine bildgesteuerte Injektion in die Bizepssehnen-Scheide kann in ausgewählten Fällen diagnostisch und therapeutisch genutzt werden. Wenn der typische Schmerz vorübergehend deutlich nachlässt, spricht dies dafür, dass die Bizepssehne an der Schmerzursache beteiligt ist [1].

Die Injektion sollte nicht als Beweis verstanden werden, dass ausschließlich die Bizepssehne erkrankt ist. Eine begleitende Rotatorenmanschetten- oder Labrumverletzung kann weiterhin relevant sein. Wiederholte Injektionen, eine Injektion in die Sehne und eine Injektion kurz vor einer geplanten Operation müssen kritisch abgewogen werden.

Der mögliche Nutzen liegt vor allem in einer vorübergehenden Schmerzlinderung, die eine Rehabilitation erleichtern kann. Eine Kortisoninjektion befestigt keine abgerissene Sehne und beseitigt keine mechanische Instabilität.

PRP, ACP und biologische Verfahren

PRP und ACP werden bei Sehnenbeschwerden mit dem Ziel eingesetzt, Schmerzen zu reduzieren und biologische Heilungsprozesse zu unterstützen. Für die lange Bizepssehne liegen kleinere klinische Studien mit positiven Ergebnissen vor; wie groß der Zusatznutzen im Einzelfall ist, hängt von Befund, Präparat und Rehabilitationskonzept ab.

Ein kleines randomisiertes Verfahren mit 32 Athleten und Bizepssehnen-Tendinopathie verglich eine ultraschallgesteuerte PRP-Injektion mit Kortison. Beide Gruppen erhielten zusätzlich ein Rehabilitationsprogramm. Kortison war kurzfristig nach vier und zwölf Wochen günstiger; nach 24 Wochen schnitt PRP in den untersuchten Schmerz- und Funktionswerten besser ab. Die kleine Stichprobe, die Auswahl sportlich aktiver Personen und die begrenzte Übertragbarkeit schränken die Aussagekraft ein [11].

Daraus folgt für die Zweitmeinung:

  • PRP ist bei Bizepssehnenbeschwerden wissenschaftlich untersucht, aber keine gesicherte Standardtherapie.
  • Ein möglicher Vorteil nach mehreren Monaten bedeutet nicht automatisch eine strukturelle Heilung des Risses.
  • PRP kann eine gerissene oder aus der Rinne gesprungene Sehne nicht mechanisch an ihrem ursprünglichen Ansatz befestigen.
  • Die Zusammensetzung von PRP, die Zahl der Injektionen, die Injektionstechnik und die Begleittherapie unterscheiden sich erheblich.
  • Die Behandlung sollte nicht als sichere Alternative zu einer indizierten Operation oder zu einer strukturierten Rehabilitation beworben werden.

Bei einer Tendinopathie oder einem Teilriss kann PRP ergänzend zu einem konkreten Rehabilitationsplan erwogen werden. Bei einem mechanischen Riss, einer Instabilität oder einer ausgeprägten SLAP-Läsion muss zunächst die strukturelle Situation geklärt werden.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine Operation kommt vor allem infrage, wenn die Beschwerden trotz angemessener konservativer Behandlung anhalten, ein mechanischer Schaden vorliegt oder die persönlichen Belastungsziele mit einer konservativen Behandlung voraussichtlich nicht erreicht werden.

Für eine operative Zweitmeinung sprechen insbesondere:

  • ein relevanter Teilriss oder eine deutlich degenerierte Sehne,
  • wiederkehrende Subluxation oder Luxation,
  • anhaltender vorderer Schulterschmerz trotz strukturierter Rehabilitation,
  • ein kompletter Riss mit störenden Krämpfen, Ermüdung oder hoher körperlicher Belastung,
  • eine deutliche kosmetische Beeinträchtigung,
  • eine gleichzeitig erforderliche Rotatorenmanschettenrekonstruktion,
  • eine instabile SLAP-Läsion mit mechanischen Beschwerden,
  • oder eine erfolglose vorherige Operation.

Die Entscheidung darf nicht allein vom Alter abhängen. Ebenso wichtig sind Sehnenqualität, Unfallmechanismus, Begleitverletzungen, Beruf, Sportart, Kraftanforderungen, kosmetische Erwartungen und die Bereitschaft zur Nachbehandlung.

Tenotomie oder Tenodese?

Bei der Tenotomie wird die lange Bizepssehne arthroskopisch durchtrennt. Der erkrankte Sehnenanteil zieht sich zurück und muss nicht am Oberarmknochen fixiert werden.

Bei der Tenodese wird die Sehne ebenfalls am Ursprung gelöst, anschließend aber an einer neuen Stelle am Oberarmknochen befestigt. Ziel ist, die Länge und Spannung des Bizeps besser zu erhalten und eine sichtbare Verformung zu vermeiden.

Tenotomie oder Tenodese?
VerfahrenMögliche VorteileWichtige Nachteile oder Risiken
TenotomieTechnisch einfach, kürzere Operationszeit, keine Knochenfixierung, meist schnellere NachbehandlungHöheres Risiko eines Popeye-Zeichens, mögliche Krämpfe oder Belastungsbeschwerden
TenodeseGeringeres Risiko einer sichtbaren Deformität, Erhalt der Sehnenlänge, häufig bevorzugt bei jüngeren oder körperlich aktiven PersonenLängere Schutzphase, Fixationsversagen, Restschmerz in der Bizepsrinne, selten Fraktur oder Nervenprobleme
SLAP-ReparaturErhalt des Bizepsankers bei ausgewählten jüngeren Athleten mit instabiler LabrumverletzungRisiko für Steife, anhaltende Beschwerden und Revisionsoperation; nicht jede SLAP-Läsion ist symptomatisch

Was zeigt die Vergleichsevidenz?

Die beste zusammenfassende Evidenz zeigt keinen verlässlich klinisch relevanten Unterschied bei Schmerzen oder patientenberichteter Funktion zwischen Tenotomie und Tenodese. In der GRADE-bewerteten Meta-Analyse waren die funktionellen Ergebnisse vergleichbar; die Sicherheit der Evidenz für die Funktion war allerdings sehr niedrig. Für Schmerzen bestand kein relevanter Vorteil einer Methode [12].

Der deutlichste Unterschied betrifft die Kosmetik. Die Tenodese senkt das Risiko eines Popeye-Zeichens deutlich. In der Meta-Analyse lag die Odds Ratio zugunsten der Tenodese bei 0,29. Gleichzeitig war die Tenotomie im Mittel etwa 15 Minuten kürzer [12].

Bei Patienten mit reparabler Rotatorenmanschettenruptur und begleitender Bizepsläsion trat ein Popeye-Zeichen in einer Meta-Analyse bei etwa 24,3 % nach Tenotomie und 8,6 % nach Tenodese auf. Schmerzen, Krämpfe und Ellenbogenbeugungskraft unterschieden sich dagegen nicht eindeutig [13]. Eine randomisierte Studie fand nach zwei Jahren ebenfalls gute subjektive Ergebnisse mit beiden Verfahren, aber häufiger eine sichtbare Deformität nach Tenotomie [14].

Die Entscheidung lautet deshalb nicht pauschal „Tenodese ist besser“. Die Tenodese ist vor allem dann plausibel, wenn Kosmetik, Kraftanforderungen, körperliche Arbeit oder sportliche Belastung wichtig sind. Bei älteren oder weniger belasteten Personen kann eine Tenotomie wegen der einfacheren Operation und der schnelleren Nachbehandlung angemessen sein.

Tenodese nach kompletter proximaler Ruptur

Ein kompletter proximaler Riss der langen Bizepssehne kann häufig ohne Operation behandelt werden. Das gilt besonders für ältere oder körperlich weniger belastete Personen, die mit einem möglichen Popeye-Zeichen und einer begrenzten Kraftveränderung gut zurechtkommen.

Eine Tenodese kann bei jüngeren oder aktiven Personen diskutiert werden, wenn Schmerzen, Krämpfe, Ermüdung, eine relevante kosmetische Veränderung oder hohe Anforderungen an Beugung und Supination bestehen.

Die Studienlage zu dieser speziellen Situation besteht überwiegend aus Fallserien und retrospektiven Kohorten. In einer kleinen Serie von 18 Männern mit isoliertem traumatischem Riss verbesserten sich ASES-Score und Schmerzen nach offener subpectoraler Tenodese deutlich; alle Patienten kehrten zu Arbeit und Sport zurück. Das Ergebnis ist wegen der kleinen, selektierten Patientengruppe und des fehlenden Vergleichs mit einer konservativen Behandlung nicht als allgemeine Erfolgswahrscheinlichkeit zu verstehen [15].

Eine andere Langzeitstudie mit Patienten nach Tenodese wegen spontaner proximaler Ruptur berichtete bei 27 % anhaltende Bizepskrämpfe, bei 27 % postoperative Komplikationen und bei 17 % Reoperationen. Auch diese Studie war klein und retrospektiv; sie zeigt jedoch, dass eine Tenodese keine Garantie für Beschwerdefreiheit darstellt [16].

Welche Tenodese-Technik ist sinnvoll?

Die Tenodese kann arthroskopisch oberhalb des großen Brustmuskels, im Bereich der Bizepsrinne oder offen subpectoral durchgeführt werden. Zur Fixierung kommen unter anderem Interferenzschrauben, Fadenanker, kortikale Buttons oder knöcherne Tunnel infrage.

Eine aktuelle Übersichtsarbeit beschreibt unterschiedliche Vor- und Nachteile, findet aber keinen überzeugenden klinischen Nachweis, dass eine bestimmte Fixationsmethode für alle Patienten überlegen ist [17].

Welche Tenodese-Technik ist sinnvoll?
TechnikMöglicher VorteilMögliche Grenze
Arthroskopische oder suprapectorale TenodeseKeine zusätzliche größere Inzision, oft mit Rotatorenmanschettenoperation kombinierbarRestsymptome im Bereich der Bizepsrinne möglich, technisch anspruchsvoll
Offene subpectorale TenodeseEntfernung erkrankter Sehnenanteile aus der Bizepsrinne, gute Übersicht bei chronischer oder zurückgezogener SehneZusätzliche Inzision, Risiko für Fraktur, Infektion oder Nervenverletzung
Fadenanker oder ButtonUnterschiedliche Möglichkeiten zur Spannungs- und FixationskontrolleImplantatkosten und technikabhängige Komplikationen
InterferenzschraubeHohe initiale FixationsstabilitätFremdkörperreaktion und mögliche Stresskonzentration am Knochen

Die Wahl sollte an Sehnenqualität, Knochenqualität, chronischem Retraktionsgrad, Begleitoperationen, körperlicher Belastung und Erfahrung des Operateurs ausgerichtet werden. Eine technisch aufwendigere Methode ist nicht automatisch klinisch überlegen.

SLAP-Läsion und Bizepsanker

Eine SLAP-Läsion betrifft das obere Labrum und kann den Ansatz der langen Bizepssehne einschließen. Solche Befunde kommen besonders bei Überkopf- und Wurfsportlern vor, können aber auch nach einem Sturz oder Zugtrauma entstehen.

Die Diagnose ist schwierig, weil Labrumveränderungen im MRT nicht immer Beschwerden verursachen. Bei einer SLAP-Läsion sollten daher Schmerzlokalisation, mechanische Symptome, Instabilitätsgefühl, Sportart, Alter, Begleitbefunde und das Ansprechen auf Rehabilitation gemeinsam beurteilt werden [18], [19].

Die konservative Behandlung umfasst meist:

  • Anpassung von Wurf-, Überkopf- und Zugbelastungen,
  • Wiederherstellung der Schulterbeweglichkeit,
  • Training von Rotatorenmanschette und Schulterblatt,
  • Verbesserung der Rumpf- und Hüftkontrolle bei Wurfsportlern,
  • und eine stufenweise Rückkehr zur sportartspezifischen Belastung.

Bei jüngeren, sehr aktiven Personen mit instabilem Bizepsanker und mechanischen Beschwerden kann eine SLAP-Reparatur erwogen werden. Bei älteren Personen, degenerativem Labrum, gleichzeitiger Rotatorenmanschettenpathologie oder ausgeprägter Bizepssehnenkrankheit wird häufiger eine Behandlung der Bizepssehne, meist eine Tenodese, diskutiert [18]. Starre Altersgrenzen sind jedoch nicht ausreichend; insbesondere bei professionellen Überkopfsportlern bleibt die Entscheidung kontrovers.

Eine systematische Übersicht berichtete hohe Rückkehrraten zu Sport nach SLAP-Reparatur und Tenodese. Die Gruppen waren jedoch unterschiedlich alt und unterschiedlich belastet, sodass daraus keine sichere Überlegenheit einer Methode abgeleitet werden kann [20]. Gerade bei Überkopfsportlern ist die Rückkehr auf das frühere Leistungsniveau weniger verlässlich als eine Rückkehr zu Alltagsaktivitäten [21].

Rehabilitation nach Tenotomie, Tenodese oder SLAP-Operation

Nach einer Tenotomie ist die Nachbehandlung häufig weniger streng, weil keine knöcherne Einheilung der Sehne abgewartet werden muss. Nach einer Tenodese muss die Fixierung zunächst geschützt werden. In einer Serie nach offener subpectoraler Tenodese wurde eine sechswöchige Ruhigstellung mit anschließender schrittweiser Rehabilitation verwendet [15]. Die konkrete Dauer richtet sich jedoch nach Operationstechnik, Begleitverletzungen und Gewebequalität.

Die Rehabilitation umfasst typischerweise:

  • frühe kontrollierte Beweglichkeit,
  • Aufbau der Schulterblattkontrolle,
  • Training der Rotatorenmanschette,
  • schrittweise Wiederaufnahme von Ellenbogenbeugung und Supination,
  • später Kraftausdauer, Schnellkraft und sportartspezifische Belastung,
  • sowie eine stufenweise Rückkehr zu Arbeit und Sport.

Nach einer SLAP-Reparatur oder kombinierten Rotatorenmanschettenoperation kann die Nachbehandlung länger und vorsichtiger sein. Die Freigabe sollte nicht nur anhand der verstrichenen Zeit erfolgen. Beweglichkeit, Kraft, Ermüdungsresistenz, Schmerzreaktion und konkrete Belastungsanforderungen müssen gemeinsam betrachtet werden.

Mögliche Komplikationen

Keine Operationsmethode ist risikofrei. Bei der Zweitmeinung sollten auch die möglichen Nachteile einer empfohlenen Operation konkret besprochen werden.

Nach Tenotomie

  • sichtbares Popeye-Zeichen,
  • Bizepskrämpfe oder Ermüdung,
  • mögliche Beschwerden bei hoher Beuge- oder Supinationsbelastung,
  • und anhaltende Schmerzen, wenn eine zusätzliche Schultererkrankung übersehen wurde.

Nach Tenodese

  • Restschmerz in der Bizepsrinne,
  • verzögerte Einheilung oder Versagen der Fixierung,
  • erneute Ruptur,
  • Infektion oder Steife,
  • seltene knöcherne Komplikationen wie eine proximale Humerusfraktur,
  • sowie weiterhin mögliche Krämpfe oder Belastungsschmerzen.

Anhaltende Beschwerden nach einer Bizepsoperation entstehen nicht immer durch die Bizepssehne selbst. Häufig wurden eine Rotatorenmanschettenverletzung, eine Schultersteife, eine Instabilität oder eine andere Schmerzquelle nicht ausreichend berücksichtigt [1], [22].

Wann ist eine Zweitmeinung besonders sinnvoll?

Eine orthopädische Zweitmeinung ist besonders hilfreich, wenn:

  • ein MRT-Befund vorliegt, die Beschwerden aber nicht eindeutig zur Bizepssehne passen,
  • nach einem Unfall ein kompletter Riss festgestellt wurde und die Entscheidung zwischen Beobachtung und Tenodese offen ist,
  • eine Operation allein aufgrund eines auffälligen Labrum- oder Bizepsbefundes empfohlen wurde,
  • eine Teilruptur oder Instabilität nicht sicher von einer Tendinopathie unterschieden wurde,
  • gleichzeitig ein Rotatorenmanschettenriss oder eine Subscapularisläsion besteht,
  • zwischen Tenotomie und Tenodese entschieden werden soll,
  • eine SLAP-Reparatur bei einer älteren oder körperlich weniger belasteten Person geplant ist,
  • PRP, ACP, Hyaluronsäure oder Stammzellverfahren als sichere Regeneration beworben werden,
  • nach einer Tenodese weiterhin Schmerzen, Krämpfe oder Kraftverlust bestehen,
  • oder eine Rückkehr zu körperlicher Arbeit, Wurfsport oder Krafttraining geplant ist.

Fragen für die orthopädische Zweitmeinung

  • Ist die lange Bizepssehne tatsächlich die Hauptursache der Beschwerden?
  • Handelt es sich um eine Tendinopathie, einen Teilriss, eine Instabilität oder einen kompletten Riss?
  • Gibt es Hinweise auf eine frische traumatische Verletzung oder eher auf eine degenerative Vorschädigung?
  • Sind Rotatorenmanschette, Subscapularissehne, Bizeps-Pulley und oberes Labrum intakt?
  • Reicht ein hochwertiger Ultraschall aus oder ist ein spezielles MRT erforderlich?
  • Welche Bedeutung hat ein negativer Befund bei Verdacht auf einen Teilriss?
  • Wurde eine strukturierte Rehabilitation mit konkreten Belastungszielen ausreichend lange durchgeführt?
  • Welchen zusätzlichen Nutzen soll eine Kortisoninjektion haben?
  • Gibt es für PRP oder ACP belastbare Studien zu genau dieser Verletzung?
  • Soll eine biologische Injektion Schmerzen lindern oder tatsächlich eine gerissene Sehne heilen?
  • Welche konkreten Vorteile hätte eine Tenodese gegenüber einer Tenotomie?
  • Wie groß ist das persönliche Risiko für Popeye-Zeichen, Krämpfe, Restschmerz oder Kraftverlust?
  • Warum wird eine arthroskopische oder eine offene subpectorale Tenodese empfohlen?
  • Welche Begleitverletzungen werden gleichzeitig behandelt?
  • Welche Einschränkungen gelten in den ersten Wochen nach der Operation?
  • Nach welchen funktionellen Kriterien erfolgt die Rückkehr zu Arbeit, Krafttraining oder Wurfsport?

Fazit: Die Bizepssehne nicht isoliert behandeln

Verletzungen der langen Bizepssehne bilden ein breites Spektrum von Überlastung und Tendinopathie bis zur vollständigen proximalen Ruptur. Die Beschwerden entstehen häufig zusammen mit einer Rotatorenmanschetten-, Labrum- oder Pulleyverletzung. Deshalb sollte ein auffälliger MRT-Befund immer mit der klinischen Untersuchung und dem tatsächlichen Funktionsverlust abgeglichen werden [1], [2].

Ultraschall ist besonders hilfreich bei vollständigen Rissen und Instabilitäten. Teilrisse können dagegen sowohl im Ultraschall als auch im konventionellen MRT übersehen werden [6], [7], [8].

Die Behandlung beginnt häufig mit Belastungsanpassung, Schmerzbehandlung und einem strukturierten Trainingsprogramm. Eine bildgesteuerte Injektion kann in ausgewählten Fällen diagnostisch oder kurzfristig therapeutisch eingesetzt werden. Für PRP und ACP gibt es erste positive Hinweise, aber noch keine ausreichend belastbare Grundlage für eine allgemeine Standardempfehlung [9], [11].

Wenn eine Operation erforderlich ist, sind Tenotomie und Tenodese wirksame Verfahren. Die Tenodese reduziert vor allem das Risiko einer sichtbaren Popeye-Deformität. Ein konkreter, für alle Patienten relevanter Vorteil bei Schmerzen und Funktion ist dagegen nicht sicher belegt [12], [14]. Bei einer proximalen Ruptur kann eine konservative Behandlung angemessen sein; bei aktiven Personen mit anhaltenden Krämpfen, Schmerzen oder hohen Kraftanforderungen kann eine Tenodese sinnvoll werden.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht „Tenotomie, Tenodese oder PRP?“, sondern: Welche Behandlung passt zur tatsächlichen Schmerzquelle, zur strukturellen Verletzung, zur körperlichen Belastung und zu den realistischen Zielen der betroffenen Person?

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Untersuchung, Bildbesprechung oder ärztliche Therapieentscheidung.

References

[1] S. P. Lalehzarian, A. Agarwalla, and J. N. Liu, “Management of proximal biceps tendon pathology,” World Journal of Orthopedics, vol. 13, pp. 36–57, Jan. 2022, doi: 10.5312/wjo.v13.i1.36.

[2] R. E. Chen and I. Voloshin, “Long Head of Biceps Injury: Treatment Options and Decision Making,” Sports Medicine and Arthroscopy Review, vol. 26, pp. 139–144, Sep. 2018, doi: 10.1097/JSA.0000000000000206.

[3] L. McDonald, C. B. Dewing, P. G. Shupe, and M. Provencher, “Disorders of the proximal and distal aspects of the biceps muscle.” The Journal of bone and joint surgery. American volume, vol. 95 13, pp. 1235–45, Jul. 2013, doi: 10.2106/JBJS.L.00221.

[4] D. Hsu and K.-V. Chang, “Biceps Tendon Rupture,” Nov. 08, 2019.

[5] R. J. Thorsness and A. Romeo, “Diagnosis and Management of the Biceps-Labral Complex.” Instructional course lectures, vol. 66, pp. 65–77, Feb. 2017.

[6] J. L. Ostrowski, A. Beaumont, and E. Dochterman, “Diagnostic Accuracy of Musculoskeletal Ultrasound on Long Head Biceps Tendon Pathologies.” Journal of sport rehabilitation, pp. 1–4, May 2021, doi: 10.1123/jsr.2020-0511.

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Zur PersonAls ehemaliger Leistungssportler verbinde ich klinische Arbeit, Sportmedizin und Forschung.
PD Dr. med. Daniel P. BertholdPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt · Privatdozent · Sportorthopäde
100+ Publikationen · davon 90 PubMed-indexiert
Forschung und Ausbildung
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Autor und medizinisch verantwortlichPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieInhaltlich aktualisiert am

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