Aktiv und passiv eingeschränkt
Die typische globale Bewegungseinschränkung wird von Sehnenriss, Arthrose und anderen Ursachen abgegrenzt.
Frozen Shoulder · Beweglichkeit · München
Eine Frozen Shoulder – medizinisch adhäsive Kapsulitis – führt typischerweise zu Schmerzen und einer zunehmenden Einschränkung sowohl der aktiven als auch der passiven Schulterbeweglichkeit. Besonders charakteristisch ist häufig die eingeschränkte Außenrotation.
Nicht jede Frozen Shoulder benötigt eine Operation. Umgekehrt sollte eine über Monate schmerzhafte und steife Schulter auch nicht ausschließlich mit dem Hinweis auf einen vermeintlich immer selbstlimitierenden Verlauf abgetan werden.
Entscheidend ist zunächst, ob tatsächlich eine Frozen Shoulder vorliegt, wie reizbar die Schulter aktuell ist, welche Bewegungsrichtungen eingeschränkt sind und welche Behandlung bereits durchgeführt wurde. Erst daraus ergibt sich eine sinnvolle individuelle Therapiestrategie.
Autor und medizinisch verantwortlichPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieInhaltlich aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze
Medizinisch unterscheiden
Die typische globale Bewegungseinschränkung wird von Sehnenriss, Arthrose und anderen Ursachen abgegrenzt.
In der frühen Schmerzphase ist aggressive Mobilisation oft kontraproduktiv; später wird Beweglichkeit aktiver aufgebaut.
Kortison, Hydrodilatation, PRP und Hyaluronsäure werden phasen- und patientenbezogen besprochen.
Frozen-Shoulder-Navigator
Aktive und passive Beweglichkeit, Verlauf, Diabetes und Reaktion auf Therapie beeinflussen die Behandlung. Der Check stellt keine Diagnose. Antworten werden weder gespeichert noch übertragen.
Kapitel 01
Eine Frozen Shoulder ist eine Erkrankung der Schultergelenkkapsel. Zu Beginn kann eine entzündliche Reizung im Vordergrund stehen. Im weiteren Verlauf verdickt und verkürzt sich die Gelenkkapsel. Besonders betroffen sein können das Rotatorenintervall und das korakohumerale Band.
Dadurch wird das Schultergelenk zunehmend steifer.
Der Begriff „Frozen Shoulder“ beschreibt deshalb mehr als eine schmerzhafte Schulter: Typisch ist die Kombination aus Schmerz und einer zunehmenden mechanisch wirkenden Bewegungseinschränkung.
Kapitel 02
Bei der primären oder idiopathischen Frozen Shoulder entsteht die Schultersteife ohne eindeutig auslösendes Ereignis.
Eine sekundäre Schultersteife kann beispielsweise auftreten:
Ein wichtiger Risikofaktor ist Diabetes mellitus. Auch Schilddrüsenerkrankungen treten bei Patienten mit Frozen Shoulder häufiger auf.
Kapitel 03
Interessant ist der Verlauf: Während die ausgeprägten Schmerzen später teilweise abnehmen können, kann die Schulter weiterhin deutlich steif bleiben.
Kapitel 04
Nicht jede schmerzhafte Schultersteife ist eine Frozen Shoulder. Gerade vor Injektionen oder einer Operation sollte deshalb geprüft werden, ob klinischer Befund und Diagnose tatsächlich zusammenpassen.
Besonders wichtig ist die Abgrenzung gegenüber:
Bei einer Frozen Shoulder sind typischerweise aktive und passive Beweglichkeit eingeschränkt.
Bei einer relevanten Rotatorenmanschettenverletzung kann dagegen die aktive Bewegung aufgrund von Schmerz oder Kraftverlust erheblich eingeschränkt sein, während sich die Schulter passiv noch deutlich besser bewegen lässt.
| Befund | Frozen Shoulder | Rotatorenmanschette | Schulterarthrose | Halswirbelsäule |
|---|---|---|---|---|
| Passive Beweglichkeit | global eingeschränkt | häufig weitgehend erhalten | häufig eingeschränkt | meist nicht global eingeschränkt |
| Aktive Beweglichkeit | eingeschränkt | häufig stärker als passiv | eingeschränkt | variabel |
| Außenrotation | häufig besonders reduziert | Schmerz/Kraft wichtiger | häufig reduziert | nicht typisch |
| Kraft | oft schmerzbedingt reduziert | fokaler Kraftverlust möglich | schmerzbedingt reduziert | neurologisch oder schmerzbedingt verändert |
| Röntgen | häufig unauffällig | kann unauffällig sein | häufig degenerative Veränderungen | Schulter häufig unauffällig |
Kapitel 05
„Bei einer Frozen Shoulder entscheidet nicht allein ein MRT-Befund über die Behandlung. Besonders aussagekräftig ist das Verhältnis zwischen aktiver und passiver Beweglichkeit – und dabei insbesondere die Außenrotation.“
Wenn dieses typische Muster fehlt, sollte die Diagnose noch einmal kritisch überprüft werden.
Kapitel 06
Die Diagnose einer Frozen Shoulder wird vor allem anhand von Beschwerden und Untersuchung gestellt.
Besonders relevant sind:
Eine deutlich eingeschränkte passive Außenrotation bei gleichzeitig global reduzierter Beweglichkeit unterstützt die Diagnose einer Frozen Shoulder.
Röntgenaufnahmen können wichtig sein, um andere Ursachen einer Schultersteife auszuschließen – beispielsweise eine relevante Schulterarthrose oder knöcherne Veränderungen.
Ein MRT ist bei einer klinisch typischen Frozen Shoulder nicht immer erforderlich.
Sinnvoll kann es insbesondere sein, wenn:
Kapitel 07
Kapitel 08
Traditionell wird die Erkrankung in drei Phasen eingeteilt.
Im Vordergrund stehen zunehmende Schmerzen und ein fortschreitender Bewegungsverlust.
Therapieziel: Schmerz kontrollieren und Beweglichkeit möglichst erhalten.
Die Schmerzen können zurückgehen, während die Schultersteife deutlich bestehen bleibt.
Therapieziel: Beweglichkeit schrittweise verbessern.
Die Beweglichkeit nimmt zunehmend wieder zu.
Therapieziel: Funktion, Kraft und Belastbarkeit zurückgewinnen.
Diese Phasen sind eine Orientierung und kein präziser Kalender.
Nicht jeder Patient durchläuft sie in identischer Geschwindigkeit oder eindeutig voneinander abgrenzbar.
Auch die Vorstellung, eine Frozen Shoulder heile grundsätzlich innerhalb eines festen Zeitfensters immer vollständig aus, ist zu pauschal. Bei einem Teil der Patienten können Bewegungs- oder Funktionsdefizite länger bestehen bleiben.
Kapitel 09
Die konservative Behandlung ist in der Regel die erste Wahl.
Sie bedeutet jedoch nicht, einfach abzuwarten. Sinnvoll ist vielmehr eine abgestimmte Kombination aus:
Welche Maßnahme im Vordergrund steht, hängt wesentlich davon ab, ob die Schulter aktuell vor allem schmerzhaft, steif oder beides ist.
Kapitel 10
Physiotherapie bildet eine wesentliche Grundlage der Behandlung.
Mögliche Inhalte sind:
Mehr Schmerz bedeutet nicht automatisch mehr Therapieeffekt.
Eine aggressive Mobilisation bis in starke Schmerzen ist einer kontrollierten und dosierten Mobilisation nicht eindeutig überlegen.
Gerade bei einer sehr schmerzhaften und reizbaren Schulter kann eine zu intensive Behandlung dazu führen, dass:
In einer späteren überwiegend steifen und weniger schmerzhaften Phase kann die Mobilisation dagegen zunehmend intensiviert werden.
Kapitel 11
Nichtsteroidale Antirheumatika können Schmerzen kurzfristig reduzieren und beispielsweise den Schlaf erleichtern.
Eine zuverlässige Veränderung des eigentlichen Krankheitsverlaufs ist dadurch jedoch nicht zu erwarten.
Orale Kortikosteroide können kurzfristige Verbesserungen von Schmerz und Beweglichkeit bewirken. Der Nutzen ist meist zeitlich begrenzt und muss gegen mögliche Nebenwirkungen abgewogen werden.
Kapitel 12
Eine intraartikuläre Kortisonspritze kann insbesondere in der frühen, schmerzhaften Phase sinnvoll sein.
Der wichtigste Nutzen besteht häufig darin, Schmerz und Funktion kurzfristig zu verbessern und dadurch Bewegung und Physiotherapie überhaupt besser zu ermöglichen.
Sie sollte daher nicht isoliert betrachtet werden.
Kapitel 13
Eine höhere Kortisondosis ist dabei nicht automatisch wirksamer.
Kapitel 14
Bei der Hydrodilatation wird Flüssigkeit in das Schultergelenk eingebracht. Ziel ist es, die verkürzte Gelenkkapsel zu dehnen.
Das Verfahren kann insbesondere bei einer ausgeprägten Steifigkeit und deutlich eingeschränkten Außenrotation diskutiert werden.
Eine eindeutige langfristige Überlegenheit gegenüber einer normalen intraartikulären Kortisoninjektion ist bislang nicht gesichert.
Einige Untersuchungen zeigen kurzfristige Vorteile hinsichtlich Beweglichkeit, Funktion oder Schmerz. Im weiteren Verlauf können sich die Ergebnisse jedoch angleichen.
Frühe, schmerzdominante Frozen Shoulder
→ intraartikuläre Kortisoninjektion plus strukturierte Rehabilitation kann eine sinnvolle Ausgangsstrategie sein.
Deutliche Steifigkeit mit stark eingeschränkter Außenrotation
→ eine bildgesteuerte Hydrodilatation kann als zusätzliche Option diskutiert werden.
Keine relevante Besserung nach Injektion und Physiotherapie
→ zunächst Diagnose und bisherige Therapie überprüfen und anschließend individuell über weitere interventionelle Verfahren entscheiden.
Hydrodilatation ersetzt die aktive Rehabilitation nicht.
Kapitel 15
PRP ist bei Frozen Shoulder wissenschaftlich untersucht und die neuere Studienlage ist durchaus interessant, aber noch nicht abschließend.
Systematische Reviews und Meta-Analysen berichten teilweise bessere Ergebnisse hinsichtlich Schmerz, Funktion und Beweglichkeit nach mehreren Monaten im Vergleich zu Kortison oder Physiotherapie.
Die Studien unterscheiden sich jedoch erheblich hinsichtlich:
Deshalb lässt sich derzeit kein einheitliches Standardprotokoll ableiten.
PRP kann insbesondere als steroidfreie biologische Therapieoption bei ausgewählten Patienten besprochen werden.
Wichtig ist eine realistische Erwartung:
PRP sollte nicht als garantierte „Kapselregeneration“ dargestellt werden. Auch eine ausgeprägte mechanische Kapselverkürzung lässt sich durch eine Injektion nicht zuverlässig allein beseitigen.
Die mögliche Injektion sollte daher immer Bestandteil eines Behandlungskonzepts mit aktiver Rehabilitation sein.
Kapitel 16
Auch intraartikuläre Hyaluronsäure wurde bei Frozen Shoulder untersucht.
Nach der vorliegenden Evidenz scheint Kortison insbesondere in den ersten Wochen Vorteile bei Schmerz und Funktion zu besitzen. Im mittelfristigen Verlauf können sich die Resultate angleichen.
Ein eindeutiger genereller Vorteil von Hyaluronsäure besteht damit nicht.
Sie kann jedoch bei ausgewählten Patienten als alternative Injektionsstrategie diskutiert werden.
Kapitel 17
Eine Blockade des Nervus suprascapularis verfolgt ein anderes Ziel: Sie soll vor allem den Schmerz reduzieren und dadurch Bewegung und Physiotherapie erleichtern.
Sie kann interessant sein, wenn:
Die Nervenblockade behandelt allerdings nicht direkt die verkürzte Gelenkkapsel.
Kapitel 18
Nein. Die meisten Patienten werden zunächst konservativ behandelt.
Eine Operation kann jedoch sinnvoll werden, wenn trotz qualifizierter Behandlung über einen längeren Zeitraum eine erhebliche und funktionell relevante Schultersteife bestehen bleibt.
Eine starre Zeitgrenze gibt es nicht.
Entscheidend ist nicht nur, wie viele Monate vergangen sind, sondern:
Kapitel 19
Bei der Manipulation wird die Schulter während einer Narkose kontrolliert durchbewegt, um die verkürzte Kapsel zu lösen.
Die Beweglichkeit kann dadurch rasch verbessert werden.
Es handelt sich jedoch um eine kontrollierte Kraftanwendung ohne direkte Sicht auf die betroffenen Strukturen.
Beschriebene Risiken sind unter anderem:
Beim arthroskopischen Kapselrelease wird die verkürzte Gelenkkapsel unter direkter Sicht gezielt gelöst.
Dabei können gleichzeitig relevante Begleitbefunde im Gelenk beurteilt werden.
Das Verfahren erlaubt eine kontrollierte Freigabe der Kapsel, ist jedoch ebenfalls eine Operation mit:
Beide Verfahren können Schmerz und Beweglichkeit verbessern.
Langfristig werden in Vergleichsstudien häufig ähnliche Ergebnisse beschrieben. Eine generelle Überlegenheit eines Verfahrens lässt sich nicht für jeden Patienten ableiten.
Wichtiger sind:
1. die korrekte Diagnose,
2. die passende Operationsindikation,
3. die Erfahrung des Operateurs,
4. die direkt anschließende Rehabilitation.
Kapitel 20
Nach Manipulation oder Kapselrelease sollte die wiedergewonnene Beweglichkeit aktiv gesichert werden.
Die Nachbehandlung beginnt deshalb typischerweise früh.
Sie kann umfassen:
Eine Freigabe ausschließlich nach Zeit ist nicht optimal.
Für die Rückkehr zur vollen Belastung sollten berücksichtigt werden:
Kapitel 21
Diabetes mellitus beeinflusst nicht nur das Risiko einer Frozen Shoulder, sondern möglicherweise auch deren Verlauf.
Bei betroffenen Patienten können Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Funktionsverlust länger bestehen.
Die grundsätzliche Behandlungsstrategie verändert sich dadurch nicht automatisch.
Wichtiger werden jedoch:
Besonders bei einer Kortisonbehandlung sollte der mögliche Einfluss auf den Blutzucker individuell berücksichtigt werden.
Ein langsamerer Verlauf bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Behandlung erfolglos ist.
Kapitel 22
| Situation | Mögliche Strategie | Ziel | Wichtige Grenze |
|---|---|---|---|
| Schmerzdominante Frühphase | Physiotherapie + ggf. Kortison | Schmerzreduktion und Beweglichkeit ermöglichen | langfristiger Einfluss begrenzt |
| Überwiegend steife Schulter | angepasste Mobilisation | Beweglichkeit verbessern | aggressive Mobilisation nicht automatisch besser |
| Ausgeprägte Steifigkeit | ggf. Hydrodilatation | zusätzlicher Beweglichkeitsgewinn | langfristige Überlegenheit nicht gesichert |
| Steroidfreie Option gewünscht | PRP bei ausgewählten Patienten diskutieren | Schmerz/Funktion verbessern | heterogene Evidenz |
| Schmerz verhindert Rehabilitation | supraskapuläre Nervenblockade erwägen | Bewegungsübungen ermöglichen | behandelt nicht die Kapselverkürzung |
| Refraktäre relevante Steife | operative Beurteilung | Beweglichkeit und Funktion verbessern | OP + intensive Rehabilitation erforderlich |
Kapitel 23
Eine Zweitmeinung kann besonders hilfreich sein, wenn trotz längerer Behandlung keine eindeutige Verbesserung eintritt oder bereits eine Operation empfohlen wurde.
Dabei sollte nicht nur die Frage beantwortet werden:
Kapitel 24
Eine strukturierte Zweitmeinung sollte unter anderem klären:
1. Sind aktive und passive Beweglichkeit tatsächlich global eingeschränkt?
2. Ist die Außenrotation besonders reduziert?
3. Wurden andere Ursachen ausgeschlossen?
4. Handelt es sich um eine primäre oder sekundäre Schultersteife?
5. Ist die Schulter aktuell überwiegend schmerzhaft oder überwiegend steif?
6. Passt die bisherige Physiotherapie zur aktuellen Phase?
7. Ist eine intraartikuläre Injektion sinnvoll?
8. Welche zusätzliche Bedeutung hätte eine Hydrodilatation?
9. Ist PRP im konkreten Fall eine verständliche Option?
10. Bestehen Diabetes oder andere relevante Begleiterkrankungen?
11. Wie lange wurde bereits qualifiziert konservativ behandelt?
12. Welches konkrete Ziel soll eine Operation erreichen?
13. Warum wird Manipulation oder Kapselrelease empfohlen?
14. Wie wird unmittelbar danach die Rehabilitation organisiert?
Kapitel 25
Eine Frozen Shoulder sollte weder vorschnell operiert noch ausschließlich „ausgesessen“ werden.
Die Diagnose wird primär klinisch gestellt. Typisch ist eine Einschränkung sowohl der aktiven als auch der passiven Beweglichkeit mit häufig besonders reduzierter Außenrotation.
Die meisten Patienten werden zunächst konservativ behandelt. Entscheidend ist, die Therapie an die aktuelle Reizbarkeit der Schulter anzupassen.
Eine intraartikuläre Kortisoninjektion kann insbesondere in der frühen schmerzhaften Phase helfen, ein Zeitfenster für effektivere Bewegung und Rehabilitation zu schaffen. Hydrodilatation, PRP, Hyaluronsäure und supraskapuläre Nervenblockaden stellen bei ausgewählten Patienten zusätzliche Möglichkeiten dar.
Eine Operation kommt vor allem bei einer anhaltenden, funktionell relevanten Steife trotz qualifizierter konservativer Behandlung infrage.
Kapitel 26
Kapitel 27
Eine Frozen Shoulder kann sich im Verlauf deutlich bessern. Der Verlauf ist jedoch individuell und nicht bei allen Patienten innerhalb eines festen Zeitraums abgeschlossen. Bei einem Teil können Bewegungseinschränkungen oder funktionelle Defizite länger bestehen bleiben.
Nein. Die Behandlung beginnt in der Regel konservativ. Eine Operation wird vor allem dann erwogen, wenn eine erhebliche Schultersteife trotz ausreichend langer und qualifizierter Behandlung bestehen bleibt.
Ja. Physiotherapie und Eigenübungen gehören zu den wichtigsten Bausteinen. Die Intensität sollte jedoch an die Schmerzreizbarkeit angepasst werden. Eine aggressive Mobilisation bis in starke Schmerzen ist nicht automatisch effektiver.
Eine intraartikuläre Kortisoninjektion kann insbesondere in der frühen schmerzhaften Phase Schmerzen und Funktion kurzfristig verbessern. Dadurch kann die anschließende Physiotherapie leichter durchgeführt werden.
Dabei wird Flüssigkeit in das Schultergelenk eingebracht, um die verkürzte Gelenkkapsel zu dehnen. Insbesondere bei ausgeprägter Steifigkeit kann sie diskutiert werden. Eine eindeutige langfristige Überlegenheit gegenüber einer normalen Kortisoninjektion ist nicht gesichert.
PRP wurde in mehreren Studien untersucht. Neuere Reviews und Meta-Analysen berichten teilweise positive Ergebnisse bei Schmerz, Beweglichkeit und Funktion. Die Studien sind jedoch heterogen, sodass PRP derzeit nicht als einheitlich standardisierte Behandlung gelten kann.
Nicht immer. Die Frozen Shoulder wird überwiegend klinisch diagnostiziert. Ein MRT kann sinnvoll sein, wenn der Verlauf atypisch ist, ein Unfall vorausging, deutlicher Kraftverlust besteht oder eine zusätzliche strukturelle Erkrankung ausgeschlossen werden muss.
Eine deutlich reduzierte passive Außenrotation ist ein charakteristischer Bestandteil des klinischen Bewegungsmusters einer Frozen Shoulder und hilft bei der Abgrenzung gegenüber anderen Schultererkrankungen.
Patienten mit Diabetes können im Durchschnitt längere oder ausgeprägtere Verläufe erleben. Die grundsätzliche Behandlung bleibt ähnlich, sollte aber besonders sorgfältig gesteuert und kontrolliert werden.
Für alle Patienten lässt sich kein generell überlegenes Verfahren festlegen. Entscheidend sind Indikation, individuelle Befunde, Risikoprofil, Erfahrung des Operateurs und insbesondere die postoperative Rehabilitation.
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Meine persönliche Einordnung
Originalbilder, Untersuchung, Funktion, Verlauf und Ihr persönliches Alltags-, Berufs- oder Sportziel werden gemeinsam beurteilt.
Aktive Rehabilitation und Belastungssteuerung bilden bei vielen Schulterproblemen die Grundlage.
PRP, Hyaluronsäure, Stoßwelle oder weitere Verfahren können je nach Diagnose ein aktives Behandlungskonzept unterstützen.
Ein Eingriff wird erwogen, wenn eine konkret behandelbare Struktur die relevante Einschränkung erklärt.
Mitbringen: Original-MRT-, CT- oder Röntgendaten, radiologischen Befund, frühere Aufnahmen und Operationsberichte sowie eine kurze Übersicht der bisherigen Behandlung.
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