Daniel Berthold behandelt Erkrankungen und Verletzungen an Schulter, Ellenbogen, Knie und Sprunggelenk sowie sportorthopädische Fragestellungen.
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PROFESSIONELLE SKOLIOSE-THERAPIE DURCH FACHÄRZTE
Bei einer Skoliose handelt es sich um eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule. Im Vordergrund steht eine Seitverbiegung in Frontalansicht mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper. Die Skoliose kann an verschiedenen Orten der Wirbelsäule ihren Ursprung haben. Im Erwachsenenalter lässt sich zwar die Ursache nicht mehr beheben, aber die unangenehmen Nebenwirkungen lassen sich gut behandeln. Eine Skoliose kann den aufrechten Gang beeinträchtigen und bedarf einer orthopädischen Behandlung. Kinder mit Skoliose werden dabei anders behandelt als Erwachsene.
So wird die Skoliose im OrthoCenter München Diagnostiziert
Meist genügt dem Facharzt ein Blick auf den Rücken des Patienten, um eine Verdrehung der Wirbelsäule zu diagnostizieren – insbesondere bei einer ausgeprägten Skoliose. Die körperliche Untersuchung sowie eine Röntgenaufnahme oder eine 3-D-Wirbelsäulenmessung sorgen für eine Diagnostik aus Untersuchung und gezielter Bildgebung.
3-D-Haltungsanalyse
Es gibt drei Skoliose-Typen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich des Krümmungsmusters und dem Abschnitt der Wirbelsäule, in dem die Skoliose auftritt:
- Thorakale Skoliose: Krümmung der Brustwirbelsäule
- Thorako-lumbale Skoliose: Krümmung am Übergang von Brust- zu Lendenwirbelsäule
- Lumbale Skoliose: Krümmung im Bereich der Lendenwirbelsäule
Bei einer Skoliose handelt es sich um eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule. Im Vordergrund steht eine Seitverbiegung in Frontalansicht mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper. Die Skoliose kann an verschiedenen Orten der Wirbelsäule ihren Ursprung haben. Im Erwachsenenalter lässt sich zwar die Ursache nicht mehr beheben, aber die unangenehmen Nebenwirkungen lassen sich gut behandeln.
Ziel der Therapie ist es, die weitere Verdrehung der Wirbelsäule sowie die seitliche Verkrümmung zu unterbinden. Je nach Ursache und Ausprägung der zugrunde liegenden Wirbelsäulenverkrümmung ist eine konservative Therapie wie zum Beispiel Krankengymnastik angezeigt.
Bei einer leichten Skoliose (Krümmungswinkel bis 20°) ist intensive und regelmäßige Physiotherapie meist ausreichend. Bei der Behandlung nach Schroth korrigieren Sie Ihre Haltung vor dem Spiegel, wobei Sie Ihr Physiotherapeut unterstützt. Er gibt Ihnen gerne Tipps für das Training zu Hause.
Eine begleitende Korsettbehandlung kommt meist im Wachstumsalter zum Einsatz, jedoch kann ein Korsett bei erwachsenen Patienten zumindest das Fortschreiten der Krankheit aufhalten. Reicht das nicht aus, kann eine operative Therapie helfen. Dabei werden Teile der Wirbelsäule im Rahmen einer Spondylose versteift, um die weitere Krümmung zu unterbinden.
- Erfahrung in der Diagnostik und nicht-operativen Behandlung von Bandscheibenproblemen, Facettengelenkarthrose und ISG-Beschwerden
- Durchführung gezielter Infiltrationen wie Facetten-, ISG- und periradikulären Injektionen zur Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung
Ursachen einer Wirbelsäulenverkrümmung
Man unterscheidet eine angeborene und eine erworbene Skoliose. Die meisten Skoliosen sind erworben. Bei ihnen ist die Ursache unbekannt, sie werden deshalb als „idiopathisch“ bezeichnet. Von einer idiopathischen Skoliose sind vor allem Säuglinge, Kleinkinder, Kinder bis zum 10. Lebensjahr und Jugendliche in der Pubertät betroffen, da ihre Wirbelsäule stark wächst.
Die übrigen Skoliose-Formen (15 %) sind weitaus seltener. Oft treten sie als sekundäre Skoliose auf:
- Fehlbildungsskoliose (kongenitale Skoliose) durch angeborene Wirbelfehlbildungen
- neuropathische Skoliose durch Nerven- und Muskelerkrankungen (Zerebralparesen, spinale Muskelatrophien oder Poliomyelitis)
- myopathische Skoliose durch Muskeldystrophien oder Arthrogrypose
- Skoliose durch Systemerkrankungen (Neurofibromatose, Skelettdysplasien, Osteogenesis imperfecta)
- degenerative, durch Verschleiß bedingte Skoliose
- Iatrogene Skoliose, also Skoliose aufgrund ärztlicher Behandlungsmaßnahmen (nach Bestrahlung oder nach Operationen durch Narbenbildung)
- posttraumatische Skoliose nach Gewalteinwirkung, Amputationen oder Tumoroperationen im Bereich der Wirbelsäule
- statische Skoliose durch Beinlängendifferenzen
Symptome: Schmerzhafte Verschiebungen der Wirbelsäule
Bei einer Skoliose im Erwachsenenalter sind die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt – je nach Schweregrad der Erkrankung. Oft sind die Folgen mit bloßem Auge zu erkennen:
- Höhenunterschiede der Schultern
- ein schiefer Rücken
- ein schiefes Becken
- herausstehende Schulterblätter
- Muskulatur im Lendenbereich tritt als Wulst hervor
- Beinlängendifferenzen
Zu diesen Symptomen gesellen sich meist Schmerzen im Rücken sowie Schwierigkeiten beim aufrechten Stehen, Gehen und Sitzen. Bei starker Verkrümmung der Brustwirbelsäule können Herz und Lunge des Patienten oft weniger gut arbeiten – es kommt zu Atembeschwerden.
Erfahrungen unserer Patienten bei OrthoCenter München
FAQ rund um Skoliose
WELCHE SYMPTOME TRETEN BEI SKOLIOSE AUF?
Die Symptome einer Skoliose können je nach Schweregrad variieren. Häufige Anzeichen sind eine asymmetrische Schulter- oder Hüfthöhe, ein hervorstehendes Schulterblatt und eine sichtbare Krümmung der Wirbelsäule. In schwereren Fällen können Rückenschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und eine Beeinträchtigung der Lungenfunktion auftreten.
WELCHE KONSERVATIVEN THERAPIEN HELFEN BEI SKOLIOSE?
Zu den konservativen Therapiemethoden zählen Physiotherapie zur Stärkung der Rückenmuskulatur und Verbesserung der Haltung sowie die Korsetttherapie, die insbesondere bei heranwachsenden Patienten eingesetzt wird, um ein weiteres Fortschreiten der Krümmung zu verhindern. Auch spezielle Skoliose-Übungen und gezielte manuelle Therapien können die Symptome lindern.
KANN SKOLIOSE IM ERWACHSENENALTER BEHANDELT WERDEN?
Ja, auch Erwachsene können von einer Behandlung profitieren, vor allem wenn die Skoliose zu Schmerzen oder Funktionsstörungen führt. Während die Wachstumsphase die beste Zeit für eine konservative Therapie ist, können gezielte Physiotherapie, schmerzlindernde Maßnahmen und in einigen Fällen auch operative Eingriffe auch im Erwachsenenalter eine Verbesserung bringen.
WELCHE ÜBUNGEN SIND HILFREICH ZUR UNTERSTÜTZUNG BEI SKOLIOSE?
Übungen, die die Rückenmuskulatur stärken und die Beweglichkeit fördern, sind besonders hilfreich. Dazu gehören Dehnübungen, Stabilisierungsübungen und spezifische Atemübungen. Programme wie die Schroth-Therapie sind speziell für Skoliose-Patienten entwickelt und können fallbezogen angepasst werden, um eine bessere Haltung und weniger Beschwerden zu erreichen.
GIBT ES SPEZIELLE VORSORGEMASSNAHMEN, UM SKOLIOSE ZU VERHINDERN?
WELCHE FACHÄRZTE BEHANDELN SKOLIOSE?
Die Behandlung von Skoliose erfolgt in der Regel durch Orthopäden, die auf die Wirbelsäule spezialisiert sind. In Fällen, die eine chirurgische Behandlung erfordern, arbeiten Orthopäden oft eng mit Wirbelsäulenchirurgen zusammen. Auch Physiotherapeuten mit speziellem Wissen über Skoliose können eine wichtige Rolle bei der konservativen Therapie spielen.






