Stoßwellentherapie

Stoßwellentherapie

Die extrakorporale Stoßwellentherapie bringt mechanische Impulse von außen in ein begrenztes Gewebegebiet ein. Sie kann bei ausgewählten, länger bestehenden Sehnenansatzbeschwerden oder einer Kalkschulter eingesetzt werden. Entscheidend sind die richtige Diagnose, eine passende Dosierung und die Verbindung mit aktiver Rehabilitation.

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Ultraschallgestützte orthopädische Untersuchung

Kurz eingeordnet

Das Wichtigste für Ihre Orientierung.

  • Indikation vor Beginn klinisch und bei Bedarf bildgebend sichern
  • Fokussierte und radiale Verfahren nach Zielregion unterscheiden
  • Behandlung mit Kraft- und Belastungsaufbau verbinden
  • Wirkung über mehrere Wochen anhand von Funktion beurteilen

Entscheidungshilfe

Vier Punkte vor der Entscheidung.

Ausgangslage, vorhandene Befunde, Behandlungsoptionen und der nächste Schritt gehören in das Gespräch.

  1. 01

    Ausgangslage

    Indikation vor Beginn klinisch und bei Bedarf bildgebend sichern

  2. 02

    Vorhandene Informationen

    Fokussierte und radiale Verfahren nach Zielregion unterscheiden

  3. 03

    Optionen

    Behandlung mit Kraft- und Belastungsaufbau verbinden

  4. 04

    Nächster Schritt

    Wirkung über mehrere Wochen anhand von Funktion beurteilen

Wirkprinzip

Gezielte Impulse für ausgewählte chronische Beschwerden.

Je nach Gerät werden die Impulse gebündelt in der Tiefe oder flächiger in oberflächennahes Gewebe abgegeben. Die Behandlung wird mit dem Ziel eingesetzt, lokale biologische Reaktionen anzuregen und Schmerzen im Verlauf zu reduzieren.

Geeignete Einsatzbereiche können bestimmte Sehnenansatzbeschwerden und Kalkablagerungen an der Schulter sein. Bei einem akuten größeren Riss, einer Fraktur oder unklarer Diagnose ist zunächst eine andere Abklärung erforderlich.

Behandlungsplan

Stoßwelle und aktive Therapie aufeinander abstimmen.

Behandlungsregion, Intensität und Anzahl der Anwendungen richten sich nach Befund, Verträglichkeit und verwendetem Verfahren. Während der Anwendung kann ein deutlicher, aber steuerbarer Reiz entstehen.

Der Therapieerfolg wird nicht nur an kurzfristiger Schmerzveränderung gemessen. Wichtig ist, ob die betroffene Struktur im anschließenden Kraft- und Belastungsaufbau wieder mehr leisten kann.

Passende Indikation

Indikation, Nutzen und Alternativen.

Bei „Stoßwellentherapie“ prüfe ich zunächst, welche Struktur die Beschwerden wahrscheinlich verursacht und welches Ergebnis realistisch angestrebt wird. Alter allein, ein einzelner MRT-Begriff oder die Bekanntheit eines Verfahrens reichen für diese Entscheidung nicht aus.

Bei einer ergänzenden Injektion wird besprochen, ob Schmerzlinderung oder eine andere Wirkung angestrebt wird. Für PRP und ACP unterscheiden sich die Studienergebnisse je nach Diagnose und Präparat. Die Behandlung ersetzt keine notwendige Stabilisierung oder Reparatur einer Verletzung.

Verlaufskontrolle

Vorher festlegen, woran ein sinnvoller Effekt erkennbar ist.

Vor der Behandlung sollten Ziel, begleitende Rehabilitation, mögliche Alternativen und der Zeitraum der Beurteilung besprochen werden. Je nach Verfahren zählen Schmerz, Beweglichkeit, Kraft, Belastungsverträglichkeit oder die Rückkehr zu einer bestimmten Aktivität.

Wenn der erwartete Fortschritt ausbleibt, wird nicht automatisch dasselbe wiederholt. Dann müssen Diagnose, Dosierung, mechanische Begleitfaktoren und weitere Therapieoptionen erneut geprüft werden.

Häufige Fragen

Antworten auf häufige Fragen.

Wirkt Stoßwellentherapie sofort?

Eine unmittelbare Veränderung ist möglich, der angestrebte Effekt entwickelt sich jedoch häufig im Verlauf. Aussagekräftiger ist die Entwicklung von Schmerz und Belastbarkeit über mehrere Wochen.

Reicht Stoßwelle ohne Übungen aus?

Bei vielen Sehnenbeschwerden ist die aktive Rehabilitation zentral. Die Stoßwelle kann sie ergänzen, ersetzt aber den gezielten Aufbau von Kraft und Belastbarkeit nicht.

Autor und medizinisch verantwortlichPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieInhaltlich aktualisiert am

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