Sehne
Tendinopathie, Teilriss, Kraftverlust und strukturelle Ausdehnung werden gemeinsam beurteilt.
Zweitmeinung Golferellenbogen
Eine Zweitmeinung beim Golferellenbogen ordnet Flexor-Pronator-Sehne, Ulnarisnerv, Innenband, Ultraschall und MRT gemeinsam ein und vergleicht Rehabilitation, Stoßwelle, PRP beziehungsweise ACP, Hyaluronsäure und eine mögliche Operation.

Das Wichtigste in Kürze
Tendinopathie, Teilriss, Kraftverlust und strukturelle Ausdehnung werden gemeinsam beurteilt.
Kribbeln, Taubheit, Kompressionszeichen und dynamische Subluxation verändern die Behandlung.
Valgusschmerz und Instabilität sind besonders im Wurf- und Überkopfsport relevant.
Rehabilitation, Stoßwelle, PRP/ACP, Hyaluronsäure und andere Maßnahmen werden nach Ziel und Wirkung bewertet.
Entscheidungshilfe
Welche Struktur verursacht den medialen Ellenbogenschmerz, und passt Rehabilitation, eine biologische Ergänzung oder ein gezielter Eingriff zur Funktion?
Meine persönliche Einordnung
Beim Golferellenbogen prüfe ich neben der Flexor-Pronator-Sehne immer, ob Ulnarisnerv, Innenband oder Gelenk beteiligt sind. Ultraschall ist dabei besonders wertvoll, weil Sehne, Nerv und dynamische Veränderungen unmittelbar zusammen betrachtet werden können.
Tendinopathie, Teilriss, Kraftverlust und strukturelle Ausdehnung werden gemeinsam beurteilt.
Kribbeln, Taubheit, Kompressionszeichen und dynamische Subluxation verändern die Behandlung.
Valgusschmerz und Instabilität sind besonders im Wurf- und Überkopfsport relevant.
Rehabilitation, Stoßwelle, PRP/ACP, Hyaluronsäure und andere Maßnahmen werden nach Ziel und Wirkung bewertet.
Behandlungswege
Passt eher, wenn: Eine typische Tendinopathie ohne relevanten Nerven-, Band- oder Rissbefund vorliegt und der aktive Plan noch Potenzial hat.
Dann klären: Flexor-Pronator-Kraft, Griff und spezifische Belastung progressiv aufbauen.
Passt eher, wenn: Ein chronischer Verlauf trotz gutem Aufbau weiter begrenzt und die Sehne als Schmerzquelle plausibel ist.
Dann klären: Stoßwelle, PRP beziehungsweise ACP, Hyaluronsäure oder weitere Verfahren indikationsbezogen mit der Rehabilitation verbinden.
Passt eher, wenn: Höhergradiger Riss, Ulnarisneuropathie, relevante Innenbandinstabilität oder persistierende funktionelle Einschränkung konkret belegt ist.
Dann klären: Zielstruktur, Begleiteingriffe, Risiken und Return-to-Work-/Sport-Plan vergleichen.
Unterlagen
Arztgespräch
Indikation prüfen
Eine mediale Tendinopathie, Ulnarisneuropathie und ulnare Seitenbandverletzung können ähnliche Beschwerden machen, benötigen aber unterschiedliche Wege. Deshalb entscheidet nicht allein die sichtbare Sehnenveränderung über das Verfahren.
In der Zweitmeinung werden nicht nur die schriftliche Diagnose, sondern möglichst die Originalbilder, der klinische Befund, der bisherige Verlauf und die persönliche Belastungsanforderung zusammengeführt.
Behandlungswege
Eine Zweitmeinung soll keine bestimmte Methode verkaufen. Sie soll klären, ob die aktive Behandlung bereits passend ausgeschöpft wurde, ob PRP beziehungsweise ACP, Hyaluronsäure oder weitere indikationsbezogene Verfahren sinnvoll ergänzen können und welches konkrete strukturelle Ziel ein Eingriff hätte.
Wenn eine Operation plausibel ist, werden Alternativen, erwartbarer Nutzen, Risiken und die anschließende Rehabilitation verständlich verglichen.
Häufige Fragen
Besonders vor einer empfohlenen Operation, bei widersprüchlichen Befunden, unklarem Verlauf, mehreren möglichen Verfahren oder anhaltenden Beschwerden trotz geeigneter Behandlung.
Hilfreich sind Originalbilder, radiologische Befunde, frühere Arzt- und Operationsberichte sowie eine kurze Übersicht der bisherigen Therapie und ihrer Wirkung.
Ja. Konservative und biologische Optionen werden positiv, aber indikationsbezogen eingeordnet und mit aktivem Training, Aufwand, realistischem Ziel sowie möglichen operativen Alternativen verglichen.
PD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt · Privatdozent · SportorthopädeAutor und medizinisch verantwortlichPD Dr. med. Daniel P. BertholdFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieInhaltlich aktualisiert am
Nächster Schritt
Bringen Sie möglichst die Originalbilder, Befundberichte und die konkrete Empfehlung mit. Gemeinsam klären wir, welcher nächste Schritt zu Ihrem Befund und Ihrem Ziel passt.