Daniel Berthold behandelt Erkrankungen und Verletzungen an Schulter, Ellenbogen, Knie und Sprunggelenk sowie sportorthopädische Fragestellungen.
Persönliche Schwerpunkte ansehenZellbasierte Verfahren sind indikations-, produkt- und regulierungsabhängig. Eine garantierte Knorpelneubildung oder ein sicherer Operationsersatz darf nicht versprochen werden.
KNORPELZELLTRANSPLANTATION AM KNIE
Knorpelzelltransplantationen kommen ebenso wie eine Mosaikplastik bei Knorpeldefekten im Knie zum Einsatz. Ziel ist es, den erkrankten Knorpelbereich mit neuen Knorpelzellen zu versorgen (Transplantation) oder die geschädigten Teile ganz zu ersetzten (Mosaikplastik). Beide Behandlungen werden nur von wenigen Fachärzten in Deutschland angewendet.
Knorpelzelltransplantation: Moderne Knie- und Kniegelenks-OP
Im Rahmen der Knorpelzelltransplantation werden Knorpelzellen aus einem gesunden Kniegelenksbereich entnommen. Dieser Eingriff wird minimalinvasiv durchgeführt und verursacht nahezu keine Beschwerden. Anschließend werden die Knorpelzellen im Labor gezüchtet und vermehrt. Danach erfolgt die arthroskopisch durchgeführte Implantation in die erkrankten Knorpelbereiche des Kniegelenks. Hier wachsen die Zellen an, vermehren sich und stellen die Funktionsfähigkeit der Knorpelschicht wieder her. Da es sich um körpereigenes Bio-Material handelt, sind Unverträglichkeiten ebenso wie Abstoßreaktionen nahezu ausgeschlossen. Spätestens ein Jahr nach Durchführung der Knorpelzell-Transplantation ist der Knorpelaufbau abgeschlossen.
Für wen eignet sich ein Knorpelaufbau im Knie?
Eine Knorpelzelltransplantation kommt in der Regel für Patienten mit einer Kniegelenksarthrose infrage. Da viel Gewicht auf dem Knie lastet, ist eine Arthroseerkrankung in diesem Bereich oft mit starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbunden. Ein Knorpelschaden kann jedoch auch infolge einer Nekrose im Knie entstehen. In diesen Fällen eignet sich die Mosaikplastik, um den Knochen zu stützen und das Ausbilden einer späteren Kniearthrose zu verhindern.
Ablauf der Mosaikplastik (oats)
Die Kniegelenks-Operation dient dazu, Schmerzen zu lindern und eine fortlaufende Verschlechterung des Krankheitsbildes zu stoppen. Im Rahmen der Transplantation von Knochen-Knorpelzylindern werden diese aus einem wenig belasteten Bereich des Kniegelenks ausgestanzt. Die Zylinder haben einen Durchmesser von bis zu einem Zentimeter.
Ein Knorpel-Knochenelement mit nahezu identischer Größe wird aus dem erkrankten Bereich entnommen und mit dem gesunden Anteil ersetzt. Die Anzahl der zu transplantierenden Knochen-Knorpelzylinder richtet sich nach dem Ausmaß der Schädigung im Kniegelenk. Nach etwa acht Wochen ist das Knie in der Regel wieder belastbar.
Wann ist eine Knorpeltransplantation oder Mosaikplastik Nicht Möglich?
Beide Behandlungen zeigen sehr gute Ergebnisse in der Therapie einer Arthrose bzw. Nekrose. Problematisch ist jedoch eine sehr weit fortgeschrittene Kniearthrose. Denn für die operative Behandlung muss ausreichend gesundes Knorpelmaterial zur Verfügung stehen. Zudem sprechen freie Gelenkskörper im Knie insbesondere gegen eine Knorpeltransplantation.
- Diagnostik und Therapie von Patellainstabilitäten und Überlastungssyndromen
- jeweilige Behandlungskonzepte für Sportverletzungen, Arthrose und komplexe Kniebeschwerden






