Daniel Berthold behandelt Erkrankungen und Verletzungen an Schulter, Ellenbogen, Knie und Sprunggelenk sowie sportorthopädische Fragestellungen.
Persönliche Schwerpunkte ansehenDer Nutzen hängt von einer konkreten Diagnose, einer sorgfältigen Indikation, möglichen Alternativen und strukturierter Rehabilitation ab.
HALLUX RIGIDUS OPERATION
Patienten mit Hallux Rigidus haben im Wesentlichen die Wahl zwischen drei operativen Behandlungsmethoden: Der Cheilektomie bei leichten Fällen, bei der das Gelenk komplett erhalten bleibt, sowie der Grundgelenk-Endoprothetik oder der Großzehengrundgelenksversteifung bei schwereren Fällen. Im Gegensatz zur Prothetik ist das Gelenk nach einer Versteifung nicht mehr beweglich.
OP-Ablauf bei Versteifung der grosszehe
Um eine professionelle Großzehengrundgelenksversteifung vornehmen zu können, muss während der OP das körpereigene Gelenk bzw. der Knorpel zerstört werden. Anschließend werden die verbleibenden Gelenkteile mittels Schrauben und Platten fixiert, sodass der Knochen der Belastung des Fußes standhält. Bei fortgeschrittenen Fällen von Hallux Rigidusist eine Lapidus-Arthodese nötig. Das bedeutet, dass die Beweglichkeit der großen Zehe komplett unterbunden wird. Bei dieser OP werden meist Offset-Platten verwendet.
Seit wenigen Jahren kann durch die Implantation eines künstlichen Gelenks in die Zehe Abhilfe gegen Schmerzen durch eine Großzehenversteifung geschaffen werden. Die sich dadurch lindernden Symptome sind unter anderem Schmerzen beim Abrollen und Überstrecken des Fußes. Häufig muss eine Großzehengrundgelenk Endoprothese in die betroffene Zehe eingesetzt werden.
Was bedeutet eine grosszehengelenk-Versteifung für den Patienten?
Meist wird das Zehengelenk versteift, weil der Patient unter massiven Schmerzen beim Abrollen leidet. Nach der Operation ergibt sich ein verändertes Abrollen des Fußes. So wird eine Fehlbelastung verhindert und Schmerzen unterbunden. Durch die steife Zehe können in seltenen Fällen Einschränkungen im Bein- und Wirbelsäulenbereich entstehen. Obwohl dies nicht häufig der Fall ist, sollte eine Versteifung des Zehengelenks gut überlegt sein. Nach der Operation an der Zehe sollte dauerhaft auf bequemes Schuhwerk geachtet werden.
In welchem Fall ist Muss eine grosszehengrundgelenk-Endoprothese eingesetzt werden?
Ein leichter Hallux Rigidus kann häufig durch eine gelenkerhaltende Cheilektomie behandelt werden. Auf diese Weise bleibt das natürliche Großzehengrundgelenk erhalten – keine Prothese ist nötig. Bei massiverer Ausprägung des Gelenkschadens muss jedoch eine Großzehengrundgelenk Endoprothese eingesetzt werden.
Bis vor wenigen Jahren war die Versteifung des erkrankten Zehengelenks noch gängige Praxis, was jedoch eine Einschränkung der Lebensqualität zur Folge hatte. Neue Modelle der Großzehengrundgelenk Endoprothese können die Beweglichkeit erhalten nach der Zehenoperation – ganz ohne Knochenzement und mit jeweiliger Anpassung an den Fuß.
Wie Verläuft das Einsetzen einer grosszehengrundgelenk-Prothese?
Bei der Operation am Großzehengrundgelenk wird meist eine lokale Betäubung angewandt, um den Kreislauf des Patienten nicht unnötig zu belasten. Dann wird über der großen Zehe ein Schnitt angesetzt und möglichst schonend Knochenmaterial abgetragen. Mittels Winkelmesser wird der ideale Sitz der Prothese berechnet. Dann wird das künstliche Gelenk eingesetzt. Nach der Zehenoperation ist es wichtig, den Fuß ausreichend lange hochzulagern und zu kühlen. Trotzdem sollte bald nach dem Eingriff mit Bewegungstraining begonnen werden, um später die passende Beweglichkeit zu gewährleisten.
- Behandlung von Umknicktraumata und Instabilitäten des oberen Sprunggelenks
- Erfahrung bei Syndesmosenverletzungen und sportbedingten Fußverletzungen
- Präzise Versorgung frischer Achillessehnenrupturen und jeweilige Return-to-Sport-Konzepte






